Cusco, die alte Hauptstadt der
Inkas, wurde um 1100 n.Chr. gegründet und befindet sich auf
einer Höhe von 3310 Metern. Sie war einmal das Zentrum einer
grossartigen Kultur. Laut der weit verbreiteten Inkalegende über
die Gründung der Stadt, hat die Sonne ihren Sohn, Manco
Cápac, und der Mond seine Tochter, Mama Ocllo ausgesandt,
um Kultur und Licht auf die dunkle und barbarische Erde zu bringen.
Sie entstiegen dem Wasser des Titicacasees und begannen ihre Reise
auf der Suche nach dem Ort, wo sie ihr Reich gründen sollten.
Als sie an den Ort des heutigen Cusco kamen, steckte Manco seinen
Goldstab in die Erde, um zu sehen, ob der Boden geeignet ist, und
der Stab sank tief in die fruchtbare Erde. Das war der Ort, den
sie suchten. Sie nannten ihn Cusco, "Nabel der Welt".
Es war eine heilige Stadt, ein Ort der Pilgerfahrten. Heute ist
sie eine faszinierende Mischung aus Inka-Architektur und spanischer
Kolonialzeit. Unsere Besichtigung führt uns zu verschiedenen
Sehenswürdigkeiten: zur grossen Burg oberhalb der Stadt und
zum Inkadorf von Sacsayhuaman, das Legenden zufolge vom
unerschrockenen Inka Pachacuteq erbaut wurde, zum legendären
Qoricancha oder Goldpalast, über den die Spanier das Kloster
von Santo Domingo bauten und zum historischen Distrikt der Handwerker
von San Blas mit Besichtigungen der Handwerksstätten.
|
|