IncaWeg
Machu Picchu
Die legendäre verlorene Stadt der Inkas

   

Zug: Eintägiger Ausflug

Wir nehmen um 08:15 Uhr den Zug von Ollantaytambo. Der Bahnhof ist vom Hotel ca. 15 Autominuten entfernt. Die Fahrt im Zug nach Machu Picchu wird als eine der eindruckvollsten der Welt beschrieben. Dabei folgt man dem wild sprudelnden Fluss Urubamba, vorbei an Inka-Ruinen durch eine üppig grüne Landschaft mit Pisonay-Bäumen (eritrina falcata) und Orchideen. Nachdem wir das Dorf Machu Picchu Pueblo erreicht haben, machen wir den Check-in in unserem Hotel, essen eine Kleinigkeit und fahren anschliessend mit dem Bus nach Machu Picchu hoch (wenn wir im Santuario untergebracht sind, nehmen wir direkt den Bus).

Die Fahrt führt durch dichte grüne Wälder. Es sind die gleichen Wälder, durch die sich schon Hiram Bingham, ein amerikanischer Forscher, seinen Weg auf der Suche nach Machu Picchu bahnte. Er fand die Ruinen im Jahr 1911 mit der Hilfe von Bauern, die dort Mais anbauten. Die Anlage war so dicht mit Vegetation überdeckt, dass er einige Zeit brauchte, um das Ausmass der Entdeckung wahrzunehmen.

Machu Picchu, was alter Berg bedeutet, ist eine der am besten erhaltenen Inkastädte in Peru. Die Spanier wussten nichts von ihrer Existenz und auf diese Weise entkam sie der Zerstörung, die in anderen Inkastädten stattgefunden hat. Es konnte sich bei Machu Picchu nur um die Hauptstadt einer verlorenen Provinz gehandelt haben. Sie wurde Mitte 1400 von Pachacuteq, dem aufrührerischen Inkaführer, der eine grausame Expansion des Reiches betrieb, erbaut. Die Stadt war offensichtlich ein wichtiges landwirtschaftliches, religiöses und administratives Zentrum, weitere Informationen über seine Bewohner und warum sie nie von den Spaniern gefunden wurde, bleibt weiterhin ein Mysterium.

Während der Bus die Kurven des Berges hochfährt, erhalten sie einen ersten Eindruck der erstaunlichen Stadt, den sie nicht so leicht vergessen werden: die grünen Terrassen, Steinmauern und Häuser mit Strohdächern, umrahmt von Nebelschleiern und hohen Bergen.

Während unserer Besichtigung von Machu Picchu mit einem erfahrenen Führer besuchen wir alle wichtigen Orte der Stadt: Brunnen: 16 kleine sprudelnde Wasserbrunnen, die auf verschiedene Niveaus verteilt sind und eine erstaunliche Leistung der Technik darstellen. Der Sonnentempel mit seinen trapezförmigen Nischen und einem riesigen schwarzen Felsblock mit einem genaustens gefertigten Einschnitt für den Sonnenaufgang während der Sonnenwende im Juni. Der Sektor des Königlichen Grabes ist ein Tempel zu Ehren von Pachamama, der Göttin der Erde. Der Haupttempel mit feinen Steinwänden und einem Stein, der so bearbeitet wurde, dass er dem Kreuz des Südens gleicht. Der Intiwatana, eine Sonnenuhr aus schwarzem Stein mit einer Steinsäule,was laut Schriftsteller Peter Frost ungefähr mit dem Satz "Ort, wo die Sonne angebunden wird" übersetzt werden kann. Man sagt, dass "die Inkas die Sonne während des Sonnenaufganges der Sonnenwenden an diese Steine gebunden haben". Es ist der einzige perfekt erhaltene Intiwana in ganz Peru. Der Heilige Stein, wurde so gehauen, dass er dem schneebedeckten Gipfel gegenüber Machu Picchu gleicht. Der Tempel des Kondors, ein hoher Felsen in der Form eines Kondors. Wir beenden die Besichtigung mit einem zwanzigminütigen Spaziergang zum höchsten Teil der Terrassen, von wo wir einen beeindruckenden Blick auf die ganze Stadt haben. In diesem Teil befindet sich auch der Grabstein, von dem einige glauben, dass dort die Toten für die Mumifizierung vorbereitet wurden. Wir erweisen diesem Stein und somit den Seelen der Inkas unseren Respekt und steigen auf einem schmalen Pfad ab gegen den Ausgang zu.

Wir fahren mit dem Bus zurück ins Dorf und besteigen dort den Zug nach Urubamba.